• tägliche Bewegung als Vorbeugung
  • täglich 5x Obst und Gemüse - aber Zucker vermeiden
  • Hering ist reich an Omega 3

Diabetes vorbeugen

Foto: Luise, Pixelio

Diabetes mellitus Typ 2 – eine „Wohlstandskrankheit“

Unter dieser Diabetes-Form leiden etwa 90% aller Diabetiker, unter denen sich immer jüngere Menschen befinden. Ursache der Erkrankung sind insbesondere Ernährungsgewohnheiten, aber auch Lebensweise in unserer Gesellschaft. Dazu zählen falsche, kohlenhydratreiche Ernährung und Übergewicht sowie Bewegungsmangel und Bluthochdruck.

Der Typ 1 Diabetes ist vermutlich eine Autoimmunerkrankung, die meist in der Jugend oder nach Viruserkrankungen beginnt und bei der die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Dadurch  entsteht völliger Insulinmangel, verbunden mit hohem Blutzuckerspiegel und ungenügender Glucose in den Zellen – ein lebensbedrohlicher Zustand, weshalb die Erkrankten zeitlebens Insulin zuführen müssen.

Der Typ 2 Diabetes hingegen stellt sich schleichend und langsam über Jahre hinweg ein. Diabetes Typ 2 lässt sich durch körperliche Aktivität, Normalgewicht und vollwertige, gesunde Nahrung vorbeugen. Diese Form des Diabetes kann sogar vollständig geheilt werden, wenn die Betroffenen ihre Lebens- und Ernährungsweise radikal umstellen.

Funktion von Blutzucker und Insulin

Unsere Körperzellen brauchen Zucker (Glucose). Beispielsweise werden einfache Kohlenhydrate vom Körper zu Glucose abgebaut und dem Blut zugeführt. Der Blutzucker wird mit Hilfe des Insulins in die Zellen befördert. Insulin ist ein von der Bauchspeicheldrüse gebildetes Hormon, das  die Membran der Körperzellen „aufschließt“, um die Glucose hineinzulassen. Ohne Insulin kann Glucose nicht in eine Zelle eindringen. Hauptfunktion des Insulins aber ist es, den Blutzuckerspiegel zu senken.

Wie entsteht  Diabetes im Körper?

Unsere Ernährungsweise ist leider häufig von hohem Zuckerkonsum sowie von nährstoffarmen Nahrungsmitteln bestimmt. Dies verursacht einen beständigen Anstieg des Blutzuckerspiegels, und die Bauchspeicheldrüse arbeitet hart, um genügend Insulin bereitzustellen. Manche Arten von Körperzellen aber erkennen nach einer Weile das Insulin nicht mehr (Insulinresistenz),  und daher kann die Glucose nicht mehr in die Zelle eindringen, sondern bleibt im Blut, wodurch der Blutzuckerspiegel erhöht wird.  Da die Zellen weiter das Signal senden, dass sie Glucose benötigen, stellt die Bauchspeicheldrüse ständig neues Insulin her und wird dadurch kontinuierlich überfordert.

Weitere Auslösefaktoren für eine Insulinresistenz sind mangelnde Bewegung und vorwiegend sitzende Lebensweise.  Regelmäßige körperliche Aktivität steigert die Insulinempfindlichkeit unserer Körperzellen.

Erste Anzeichen

Diabetes Typ2 wird oft erst spät erkannt, weil die Betroffenen unter unklaren Symptomen wie

  • Gewichtszunahme
  • ständigem Hunger oder Müdigkeit
  • verschwommenem Sehen
  • übermäßigem Durst
  • häufigem Urinierdrang

leiden. Ein ausgeprägter Bauchumfang kann auf eine Insulinresistenz hinweisen; ein Großteil aller Übergewichtigen sind insulinresistent. Durch einen Bluttest  lassen sich Blutzuckerwerte und Insulinwerte bestimmen.

Folgen von Diabetes Typ2

Durch einen kontinuierlich erhöhten Blutzuckerspiegel entstehen im Körper ernsthafte Schäden. Vor allem durch die hierbei entstehende Arteriosklerose erhöht sich die Gefahr eines Herzinfarktes, Schlaganfalls oder Nierenversagens. Es kann zu schwerwiegenden Augenproblemen bis hin zum Erblinden sowie zu schweren Durchblutungsstörungen kommen („diabetischer Fuß“).

Diabetes Typ2 ist behandelbar

  • durch regelmäßige Bewegung, z.B. tägliche zügige Spaziergänge von ca. 30 Minuten
  • durch eine radikale Ernährungsumstellung auf ausgewogene, vitalstoffreiche  Vollwertkost, vor allem frische Salate und Gemüsegerichte (Meiden von jeder Art von Zucker, Meiden von Fruchtzucker bzw. Fructose, Weizenmehlprodukten, Fast Food)
  • durch eventuelles Süßen mit Stevia-Produkten
  • durch eingeschränkten Konsum von (vor allem rotem) Fleisch und statt dessen Verzehr von Nüssen und Vollkorngetreide
  • durch Verzehr von Nahrungsmitteln, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind (Lachs, Sardellen, Hering, Leinöl, Hanföl oder Walnussöl)

Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, muss allerdings medikamentös oder mit Insulinspritzen behandelt werden.

Diabetes Typ2 lässt sich aushungern

Mit einer extremen Diät lässt sich ein Diabetes vom Typ 2 sogar heilen, hat eine britische Studie bewiesen. Während einer 8wöchigen Kur konsumierten die Studienteilnehmer unter ärztlicher Betreuung maximal 600 Kalorien pro Tag in Form von Diätdrinks und Gemüsen ohne Stärke. Bei den meisten Teilnehmern nahm die Bauchspeicheldrüse die Insulinproduktion wieder auf.  Nach der Kur konnten die Betroffenen sich wieder normal und mäßig ernähren, ohne neu zu erkranken.

 

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

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